Der Film als Inspiration

23. GUITAR FIGHT NIGHT

Mi. 27.12.17 - Live Club Bamberg.

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Crossroads - Pakt mit dem Teufel

 

USA 1986

Regie: Walter Hill

Darsteller: Ralph Macchio, Jami Gertz, Steve Vai, Joe Seneca ...

 

 

Crossroads ist in mehrfacher Hinsicht ein wunderbarer Film.

 

Zum einen handelt es sich um ein wunderschönes Roadmovie, zum anderen um einen begeisternden Musikfilm, der einem ein Stückchen der Seele des Delta-Blues offenbart.

 

Aufhänger für den Film ist die Geschichte eines jungen Studenten (Ralph Maccio), der an einer Musikschule klassische Gitarre studiert. Außerhalb dieser Ausbildung schlägt sein Herz hingegen für den Blues.

 

Als Fan von Delta-Blues-Legende Robert Johnson ist der Student einem verlorenen Lied auf der Spur, das Robert Johnson angeblich vor seinem Tod noch geschrieben hat, aber selbst nicht mehr aufnahm. Auf dieser Suche macht der Student in einer Mischung aus Altersheim und Knast jemanden ausfindig, den er für den Bluesmusiker Willie Brown hält. Willie Brown war wiederum als "Blind Doc Fulton" ein Weggefährte von Robert Johnson (sein Name wird unter anderem in "Crossroads", einem Lied von Robert Johnson, das später von Eric Clapton neu aufgenommen wurde, erwähnt).

 

Nach einigem hin und her erklärt sich Willie Brown bereit, dem Studenten das verlorene Lied beizubringen, falls dieser ihn aus dem Knast befreit und nach Missisippi bringt. Ab hier beginnt ein Roadmovie mit vielen Wendungen, und toller Musik.

 

Während der Geschichte erfährt man viel über den Delta Blues und die tatsächlich existierende Legende, Robert Johnson habe an jener Kreuzung, die er im Lied "Crossroads" besungen hat, dem Teufel seine Seele verkauft, um den Blues meisterhaft spielen zu können. Man erfährt auch, daß Willie Brown an dieser Kreuzung ebenfalls ein Geschäft gemacht hat.

 

Am Ende des Filmes kommt es zu dem mittlerweile berühmten Gitarrenduell ("cuttin heads") gegen den genialen Steve Vai (früher Gittarist bei Frank Zappa), der herrlich diabolisch rüberkommt ("cuttin heads" war im Missisippi-Delta übrigens der Name dafür, wenn ein Straßenmusiker durch sein Spiel einem anderen das Publikum abjagt).

 

Mehr soll von der Handlung nicht verraten werden.

 

Verantwortlich für die wunderbare Filmmusik und das Gitarrenspiel von Ralph Maccio im Film ist Ry Cooder, der uns schon viele herrlich schräge Soundtracks geschenkt hat (z. B. zu "Paris Texas") und der hinter dem Projekt "Buena Vista Social Club" steckte, das jüngst auch im Kino für Furore sorgte.

 

Toll sind aber auch die Schauspieler des Films:

Bei Joe Seneca, der Willie Brown spielt, kann man sich kaum vorstellen, daß er im richtigen Leben nicht Willie Brown ist. Ralph Maccio, der den meisten wohl eher als "Karate Kid" bekannt ist, spielt seine Rolle ebenfalls überraschend überzeugend. Ebenso eine Tramperin, die von Jamie Gertz gespielt wird (Jamie Gertz kenne ich ansonsten nur noch aus einem recht kitschigen Liebesfilm, dessen Namen ich aber vergessen habe).

 

Der Film läuft gelegentlich (selten) bei Pro 7. Als der Film einmal bei VOX lief, waren wahl- und sinnlos einzelne Szenen herausgeschnibbelt worden.

 

(Text: Marcel Schurig)

 

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